Sursee Richtung Dänemark

Letzter Spaziergang mit Kelogs am Mauensee

Pünktlich um 0730 Uhr hat mich Christian zu einem Espresso eingeladen und uns verabschiedet. Gestern gab’s von ihm und Marco noch je eine feine Flasche Wein. Herzlichen Dank. Ich werde an Euch denken, wenn sie geleert wird.

Um 0800 Uhr sind wir Richtung Norden losgefahren. Wir machten mehrere Rast’s und bei einem war es möglich, ausserhalb des Rastplatzes im freien Feld und Wald zu laufen. Deutschland ist verkehrstechnisch – auch Samstags – eine Katastrophe. Ich möchte mir nicht ausmalen, wie sich diese unter der Woche präsentiert, die Katastrophe meine ich. Irgendwann habe ich die Baustellen nicht mehr gezählt und bei 2 grossen Staus sind wir insgesamt 1 Stunde gestanden.

Kurz nach Hannover nahm ich 3 Autostopper mit (2 Frauen und 1 Mann), junge Leute die zur nächsten Ausfahrt wollten. Wir mussten dann umplanen, die dortige war gesperrt und bei der nächsten Richtung Celle, war die Hauptstrasse gesperrt. Irgendwann haben wir dann gemeinsam eine Lösung gefunden und ich bin wieder auf die Autobahn zurückgekehrt.

Kurz vor Hamburg traf ich auf einem Rastplatz 2 Polen mit Ihren MAN, die sehr interessiert die Hirondelle musterten. Wir kamen in’s Gespräch, der eine sprach sehr gut Deutsch, der andere englisch. Wir tauschten Zigaretten, ich bekam eingelegte Gurken (altes polnisches Rezept) und revanchierte mich mit etwas gebranntem. Die armen Kerle müssen bis Montag morgen ausharren, dann gehts wieder los.

Mit den vielen – aber notwendigen – Pausen erreichte ich die Zollstation kurz nach Flensburg erst etwa um 2330 Uhr und wurde von einem gutgelaunten, deutsch sprechenden Beamten nach meinem Woher und Wohin gefragt. Er wünschte guten Aufenthalt in Dänemark.

Geschlafen habe ich auf einer Raststätte wenige Kilometer nach der Grenze und bin ausgeruht 0700 Uhr aufgestanden. Insgesamt sind wir mit Pausen, Staus und Baustellen 16 Stunden unterwegs gewesen.